Held*innen, Gesundheitsschutz und Existenzängste?

Am 15.08. veranstalten wir gemeinsam mit dem feministischen Streikbündnis zum 8. März ein „Erzählcafe“. In kleinen Grüppchen erzählen unsere Gäste von ihren Erfahrungen in der Krise, zusammen besprechen wir Ansätze und Fragen der Organisierung.

[Als PDF]

Aus der Corona-Krise ist längst eine soziale Krise geworden. Wir wissen, dass es spätestens jetzt Zeit ist, uns gemeinsam für unsere Interessen zu organisieren und dennoch fällt uns das immer wieder schwer. Wir, als Aktivist*innen und Gewerkschafter*innen des 8M Bündnis Hamburg, denken, dass es jetzt besonders wichtig ist, sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. Wo liegen die Probleme gerade? Wie hat uns die Krise erwischt? Wie können wir uns dagegen organisieren?

Deswegen treffen wir uns am 15. August zum reden: In kleinen Grüppchen erzählen unsere Gäste von ihren Erfahrungen in der Krise, zusammen besprechen wir Ansätze und Fragen der Organisierung. Dabei wollen wir gemeinsam schauen, wie wir weiter machen können. Gäste, die wir eingeladen haben und dafür einen Anstoß bieten sind:

Hilde: hat das letzte online Semester hinter sich und das nächste steht bevor. Das bedeutet weitere Vereinzelung zusätzlich zur steigenden Prekarität von Studierenden. Inwiefern hat sich die Situation von Studis verschärft? Wie kann Uni in Zeiten von Corona solidarisch organisiert werden? Das soll hier diskutiert werden.

Selina: Menschen mit mehreren Jobs, Aufstocker*innen und prekär Selbstständige in der Kultur- oder Veranstaltungsbranche wurden von der Corona-Krise hart getroffen. Selina spricht von den Jobs, die viele Linke machen und hat erste Erfahrungen in der Organisierung unter prekär Selbständigen im Bildungsbereich gesammelt. Wie hat der Lockdown in diesem Bereich zugeschlagen und welche Perspektiven bieten sich zur Organisierung?

Sidar: Während des Lockdowns als Heldinnen gefeiert bangen die Angestellten des Einzelhandels nun teilweise um ihre Arbeitsplätze und verzichten seit Ende des Lockdowns weiter auf Arbeitsschutz. Sidar aus Stuttgart berichtet von organisierung im so genannten „gewerkschaftsfeindlichen Umfeld“ und ihren Erfahrungen im Einzelhandel.

Malin: Jahrelang wurde so getan als wäre die öffentliche Daseinsvorsorge ein überflüssiger Luxus, den sich die Gesellschaft „gönnt“. Corona hat gezeigt: dieser Luxus ist systemrelevant. Wie im Zuge jeder Krise ist davon auszugehen, dass diese Bereichen den Kürzungen zum Opfer fallen- die Tarifrunde im öffentlichen Dienst leitet dies gerade ein. Malin berichtet aus ihren Erfahrungen in diesem Bereich und Perspektiven zur Organisierung.

Kommt vorbei und macht mit! Auf Hygiene- und Abstandsregeln wird natürlich geachtet.
Solidarität statt Vereinzelung: Keine Krisenlösung auf unsere Kosten!

Schreibe einen Kommentar